#AFD-#ROHRBÖCK-AFFÄRE: #PARTEI SETZT AUF EINE EIGENE „#UNTERSUCHUNGSKOMMISSION“? LÄCHERLICH!

Den Bericht über die dubiosen Machenschaften eines in der AfD herum marodierenden illustren „Phantoms“ namens Tom Rohrböck konnte der überraschte Wähler bundesweit zuerst bei Abakus.News im Zusammenhang mit der Warnung vor einer Wiederwahl der offenbar in diesem Dunstkreis agierenden bzw. verstrickten bayerischen Landessprecherin Corinna Miazga nachlesen: Ausführlich und nachdrücklich warnten wir bereits am 26.05.2021 vor dieser zweifelhaften „Person“, die in der AfD über ein tief gesponnenes Netzwerk zu Funktionären und vor allem Mandatsträgern auf Landes- und Bundesebene (https://abakusdotnews.wordpress.com/2021/05/26/afd-bayern-hat-die-extern-gesteuerte-landessprecherin-corinna-miazga-in-greding-erfolg-mit-ihrer-mitleidsnummer/) zu verfügen scheint und auf diese Personen – positiv formuliert – Einfluss ausübt. Im Negativfall ist auch von massiver Bedrohung und brutaler Einschüchterung die Rede.

Die Warnung im Fall Miazga schlug leider fehl – die offensichtlich von „Phantom“ Rohrböck organisierten und ggf. über finanzielle Zuwendungen oder andere Versprechungen bzw. Begünstigungen eingekauften Delegierten-Mehrheiten in Verbindung mit dem „Tränendrüsen-Mitleidsauftritt“ der bayerischen Landessprecherin garantierten eine erneute Wahl von Miazga auf die Landesliste für den nächsten Bundestag. Übrigens gegen einen Kandidaten, der im Gegensatz zu Miazga tatsächlich politisch aktiv gewesen ist: Hansjörg Müller. Aber Rohrböck gab die Devise aus: Miazga wird gewählt, Müller auf gar keinen Fall. Und somit wurde Müller auch bei späteren Kandidaturen stringent nicht berücksichtigt. Den Anweisungen von Rohrböck wurde von der Mehrheit der bayerischen Delegierten brav Folge geleistet. Gewählt wurden auf den aussichtsreichen Plätzen nahezu ausschließlich die Vorteilsnehmer Rohrböcks. So weit, so schlecht.

Am 23.06.2021 – also etwa 4 Wochen nach unserem Bericht – kam dann eine ausführliche Reportage des NDR-Magazins „Panorama“, die das „Phantom“ Tom Rohrböck nochmals mit einer ausführlichen Reportage beleuchtete. Und vor allem eine zusätzliche Verbindung zu Alice Weidel herstellte, die sich in einem Interview gegenüber den recherchierenden Journalisten auffällig zurückhaltend und betont defensiv zeigte. Wer Weidel persönlich kennt oder sie bereits intern erleben durfte, war erstaunt über das fast schüchterne, mädchenhafte Auftreten der Spitzenkandidatin und aktuellen Fraktionssprecherin. Abakus.News erläuterte daraufhin im Rahmen einer zweiten Berichterstattung weitere ergänzende Zusammenhänge am 25.06.2021 (https://abakusdotnews.wordpress.com/2021/06/25/afd-die-gekaufte-und-fremdgesteuerte-partei-fliegt-der-ganze-laden-der-scheinalternative-noch-vor-der-bundestagswahl-2021-auseinander-aufhebung-der-immunitat-von-spenden-me/).

Die AfD hat sich demnach nicht nur mit einer – bereits bekannten – massiven „Spendenaffäre“ mit der schweizer GOAL AG auseinanderzusetzen (hier tragen einfach die Mitglieder und Steuerzahler den Schaden, ohne dass von der AfD zivilrechtliche Forderungen an Meuthen, Weidel und Reil gestellt werden, obwohl ggf. auch Straftatbestände vorliegen könnten!), die noch längst nicht ausgestanden ist (die Aufarbeitung des Landesverbands NRW steht noch vollständig aus!), sondern die Dimension von finanziellen Unregelmäßigkeiten und vor allem massiven externen Einflussnahmen auf die Partei – gewissermaßen einer „Fremdsteuerung durch Dritte“ – erreicht eine ganz neue und für unsere Demokratie in Deutschland schlichtweg gefährliche Dimension.

Noch ist nicht bekannt, welche „Gegenleistungen“ Rohrböck und seine noch weitestgehend unbekannten Hintermänner für diverse „Gefälligkeiten“ tatsächlich eingefordert haben. Und vergessen wir zusätzlich die bereits belegte Einflussnahme über die GOAL AG in der Schweiz sowie den – sehr russlandaffinen – Henning Conle nicht. Es könnte – denken wir etwa an vertrauensempfindliche oder gar geheime Unterlagen aus dem Finanz- oder Verteidigungsausschuss des Bundestages, die an Rohrböck bzw. Conle weitergeleitet wurden – sogar bis zum Landesverrat gehen. Die „Deutschland-Retter“, die sich das „Land zurückholen“ und die „Altparteien jagen“ wollen, als Landesverräter? Das wäre einerseits gelinde gesagt wenig „patriotisch“ und anderseits eine politische Bombe und ein Paukenschlag! Aber noch ist das alles pure Spekulation……. – noch.

Und während die Partei im Stile der abschottenden „Wagenburg-Mentalität“ bislang auf die externe Berichterstattung sowie die umfangreichen Enthüllungen entweder gar nicht oder nur mit der klassischen „Opfer-Rollen-Mentalität“ reagierte, klägliche Prozesse erfolglos gegen die Bundestagsverwaltung in Sachen „Spenden“ führte und die von einigen wenigen Protagonisten ausgelösten finanziellen Schäden still und schweigend finanziell kompensierte, erreicht die „Causa Rohrböck“ nunmehr doch eine ganz neue Qualität: Laut den Recherchen von NDR, WDR und ZEIT kann davon ausgegangen werden, dass das „Phantom“ Rohrböck etwa 40 (!) Mandatsträger der AfD auf Bundes- und Landesebene „angesprochen“ bzw. intensive Kontakte zu ihnen unterhalten soll, ihnen „diverse Leistungen“ bzw. „Vergünstigungen“ in Aussicht gestellt haben könnte. Nicht alle waren seinen Avancen zugänglich – angeblich sollen nach ersten Erkenntnissen 23 (!) Mandatsträger allerdings gerne „die Hand aufgehalten“ bzw. Vergünstigungen angenommen haben.

Dem Vernehmen nach ist Rohrböck seit Jahren regelmäßiger „Gast“ in der Bundesgeschäftsstelle sowie der Bundestagsfraktion. Er vermittelt dabei gerne den Eindruck, ein weltmännischer „Unternehmer“ und bestens politisch vernetzter „Berater“ zu sein – ohne dass er allerdings einen formalen Beratungsvertrag mit Partei oder Fraktion besitzt. Aus dem Umfeld von Alice Weidel wird zudem berichtet, dass Rohrböck ein langjähriger „Vertrauter“ der parteiintern als „Eisprinzessin“ bezeichneten Weidel sei – anders als von ihr selbst im Video-Interview von „Panorama“ dargestellt. Hat Rohrböck die Parteikarriere von Weidel langjährig systematisch aufgebaut? Wird Weidel ggf. auch weiterhin – entgegen ihrer bisherigen Aussagen – durch Rohrböck gesteuert? Immerhin wurde Weidel – wie damals auch Meuthen – von der „Scouting-Truppe“ der Frauke Petry im Rahmen eines speziellen „Castings“ für das „Petry-Team“ gegen Lucke „entdeckt“ und schnell an die Parteispitze geführt. Wurden darüber bereits die Rohrböck-Günstlinge platziert? Welche Gegenleistung(en) sich Rohrböck bzw. seine Hintermänner wohl nunmehr von Weidel und seinen anderen Günstlingen für seine großzügige „Hilfe“ erwarten?

Die AfD hat aufgrund des zunehmenden Drucks der öffentlichen Meinung, den zunehmenden Zweifeln bezüglich der grundsätzlichen Seriösität der Partei sowie insbesondere der regen parteiinternen Diskussionen per 28.06.2021 erklärt, die „Berateraffäre Rohrböck“ intern aufklären zu wollen und hierfür eine aus mindestens vier Mitgliedern bestehende „Ermittlergruppe“ einzusetzen. Ist das bereits als eine Art Schuldeingeständnis zu werten? Soll diese „Ermittlergruppe“ die dubiosen Vorgänge wirklich aufklären oder vielmehr gezielt weiter verschleiern? Einige Eifrige fordern bereits lautstark „Ordnungsmaßnahmen“ gegen die Vorteilsnehmenden – ohne diese überhaupt schon vollumfänglich zu kennen. Aber wer soll diese „ermittelnde Gruppe“ denn tatsächlich leiten? Werden ggf. sogar die Rohrböck-Abhängigen oder gar („Spenden“-) Meuthen selbst bzw. einer seiner Vertrauten – z.B. Kuhs – als „Ermittler“ eingesetzt, die dann gegen sich selbst ermitteln sollen? Soll also gewissermaßen der Bankräuber den Bankraub selbst aufklären? Lächerlich! Das wäre allerdings typisch AfD! Und was sollte dabei konkret herauskommen? Und was ist eigentlich mit längst überfälligen Ordnungsmaßnahmen und bestehenden Haftungsansprüchen der Mitglieder gegen die bereits überführten Vorteilsnehmer Meuthen, Weidel und Reil, die konkreten und massiven, bezifferbaren finanziellen Schaden bei der Partei verursacht haben?

Die bereits aus den Video-Berichten von „Panorama“ bekannten Rohrböck-Vorteilsnehmer Corinna Miazga und Damian Lohr stehen massiv in der öffentlichen und zunehmend auch parteiinternen Kritik: Während allerdings der AfD-Landessprecher aus Rheinland-Pfalz, Michael Frisch, hinsichtlich Lohr nur „mit ihm sprechen“ bzw. ein weiteres Vorgehen „auf Bundesebene absprechen“ möchte, steht Miazga in Bayern bereits in akuter Erklärungsnot. In einer internen Messenger-Gruppe wehrt sie sich hektisch gegen die im Raum stehenden Vorwürfe und streitet eine Begünstigung bei ihrer Landessprecherwahl durch Rohrböck ab (siehe Foto) – alleine ihrer angeblichen „Leistung“ („Videos“) sei die Wahl zu verdanken.

Glaubt sie das eigentlich selbst? Miazga sollte sich vorsehen, denn dem Vernehmen nach ist es mit Zeugen belegbar, dass Meuthen sie in Berlin bereits zur Landessprecherin „auserwählt“ hatte, nachdem Bystron ihm auf Anfrage absagte. Die eigentliche „Wahl“ war dann nur noch die bekannte AfD-Demokratiekulisse. Miazga demnach eine Landessprecherin und erneute MdB-Listenkandidatin von Meuthen’s und Rohrböck’s Gnaden? Alle verstrickt in finanzielle Vorteilsnahmen? Und wer sind die anderen auf der Rohrböck-Liste? Wie liefen die Begünstigungen oder Zahlungen genau? Welche Rolle spielt Alice Weidel, die – so Miazga – intensiv von Rohrböck bei ihr „beworben“ wurde?

Es scheint für die „Gekauften“ und „Fremdgesteuerten“ typisch zu sein, von sich selbst abzulenken (das kennt man bereits seit Jahren von der maroden und korrupten NRW-„Beutegemeinschaft“) und den Fokus auf Dritte zu ziehen, um die eigene Schuld zu verschleiern bzw. die eigene Haut zu retten – Miazga bringt etwa ihren „ehemaligen Mitarbeiter“ ins Gespräch, der in einer Rohrböck-Firma untergekommen sei (Insider wissen, wer gemeint ist) und deutet zudem an, dass der im „Panorama“-Bericht „verkleidete“ AfD-MdB ihr Gegenkandidat bei der bayerischen Listenkandidatur, Hansjörg Müller, sein könnte. Ob Miazga mit solchen durchschaubaren Manövern und ein bisschen Augenklimpern auch diesmal durchkommt?

Die „Causa Rohrböck“ verspricht den anstehenden Bundestagswahlkampf der AfD, der im Westen ohnehin nur rudimentär oder gar nicht stattfinden wird, negativ zu überlagern. Ob es bis September gelingt, alle „Problemfälle“ der korrupten Mandatsträger zu „enttarnen“, darf bezweifelt werden. In der öffentlichen Wahrnehmung ist das Vertrauen der Wähler allerdings bereits massiv beschädigt – und jede weitere „Enthüllung“ wird dazu beitragen, dass die angebliche „Alternative“ weiter klein gehalten werden kann und ggf. bei der Bundestagswahl auf unter 10% gedrückt wird. Vielleicht ist aber auch das das eigentliche Ziel?