#AFD-#NRW: BEI DER SOG. „#WAHLVERSAMMLUNG“ IN #ESSEN WURDEN ZAHLREICHE #KANDIDATEN EINFACH IGNORIERT!

Seit Freitag, den 22.10.2021 versuchte die „Alternative für Deutschland“ (AfD-NRW) eine Landesliste für die im kommenden Jahr anstehenden Landtagswahlen aufzustellen. Ob diese „Reserveliste“ in 2022 überhaupt greifen wird, ist alles andere als sicher: Der größte Landesverband der AfD schwächelt sichtbar, aktuelle Umfragen sehen die Partei in NRW nur noch hart an der 5%-Marke.

In der Essener Grugahalle fand diese „Demokratie-Inszenierung“ der angeblichen „Rechtsstaatspartei“ bis einschließlich Sonntag (24.11.) zum ersten Mal statt, am darauffolgenden Wochenende (30.10./31.10.2021) wurde die Veranstaltung mit der Besetzung der „Trostpreise“ fortgesetzt. Der von der aktuellen „Führung“ völlig zerschossene Landesverband bietet dabei personell sprichwörtlich die letzten „politischen Restposten“ auf, die vorher wie auch bei den Altparteien üblich in Hinterzimmern ausgekungelt wurden, um sie möglichst mit Steuergeldern fünf Jahre angenehm versorgen zu können.

Dass die unsägliche Veranstaltung in Essen wenig mit „demokratischen Grundsätzen“ oder „verfassungsgemäßen Regelungen“ – etwa dem Parteiengesetz oder gar dem Grundgesetz – zu tun hat, wird bereits bei der vermeintlichen „Wahl“ der – im Vorfeld bereits bestimmten – Versammlungsleiter klar: Das „Traum-Duo“ Krzysztof Walczak (Hamburg) und Fabian Jacobi (NRW) sind geradezu Garanten für Mauscheleien, Schiebung, Demokratiefeindlichkeit und potentielle Rechtsbrüche. Unter Jacobi, dem Bundestagsabgeordneten aus NRW, der nach Aussagen der Bundestagsfraktion im Bundestag auch gerne mal spontan auf dem Boden im Schneidersitz meditiert und ansonsten einen eher autistischen Eindruck verbreitet, konnte in NRW noch keine Versammlung – selbst auf unterster Kreisebene – nach rechtsstaatlichen Kriterien ordnungsgemäß durchgeführt werden.

Der früher mit über 600 Delegierten größte Landesverband der AfD kann seit seinem kläglichen Niedergang unter der Lucassen-Helferich-Ägide gerade noch in der Spitze am ersten Samstag, als es immerhin um die Nummer 1 der Landesliste, also den angeblichen „Spitzenplatz“, sowie um vermeintlich lukrative erste Listenplätze geht, 496 stimmberechtigte Delegierte in die Halle bringen – am letzten Sonntag waren es zuletzt dann nur noch 330. Ein wahrlich kläglicher Haufen. Ist das Interesse der Delegierten etwa derart gering? Wurden die Gewählten etwa nicht über ihre Pflichten hinsichtlich des Delegiertenmandates aufgeklärt? Warum schaffen es zahlreiche Kreissprecher nicht, die gewählten Delegierten und Ersatzdelegierten in ausreichendem Masse zu mobilisieren? Sind die Delegierten schon derart enttäuscht und demotiviert? Oder sind bereits hunderte weitere Mitglieder aus diesem unsäglichen und weitestgehend politikunfähigen Landesverband ausgetreten?

Ein großes Polizei-Aufgebot stellte in Essen jedenfalls sicher, dass die „Pseudo-Demokraten“ ihre „Demokratie-Simulation“ ungestört durchführen konnten. Eigentlich unnötig und blanke Steuergeld-Verschwendung, denn in NRW interessieren sich inzwischen weder die Antifa noch ein anständiger Bürger für die politisch faktisch tote Partei. Erodierende Wahlergebnisse der kompetenz- und leistungslosen Steuergeld-Versorger (schon zur Bundestagswahl 2021 konnte man in NRW nur noch erbärmliche 7,3% der Zweitstimmen gewinnen) liessen den Verband in den letzten Monaten zügig in Richtung der 5%-Hürde fallen. Demnach erscheint der Wiedereinzug der Partei in den Düsseldorfer Landtag in 2022 mehr als fraglich. Zumal zahlreiche kleinere Parteien – wie etwa „dieBasis“, die bereits bei der Bundestagswahl einen Achtungserfolg erzielen konnte, sowie die „FAD“ (Freiheitliche Alternative Deutschland) eine neue, erstmalig für den NRW-Landtag kandidierende, freiheitlich-konservative Partei – in den Startlöchern stehen, die der AfD in NRW zahlreiche (konservativ-bürgerliche) Protestwähler abnehmen könnten. Wähler, die zur Überschreitung der 5%-Hürde der AfD-NRW fehlen könnten. Wie armselig!

Besonders erschreckend unter dem mittlerweile totalitären „Lucassen-Helferich-Regime“, das schon offene faschistische Züge aufzuweisen scheint, ist die Tatsache, dass man mittlerweile ganz offen und ungeniert demokratiefeindlich und verfassungswidrig vorzugehen scheint: Interessierte, parteilose Kandidaten, die sich wahlrechtskonform und vollständig als Kandidaten für die AfD-NRW-Landesliste schriftlich beworben hatten, wurden bei der Aufstellungsversammlung schlichtweg ignoriert. Denn wer in der AfD-NRW will sich schon an rechtsstaatlichen oder gar (basis)demokratischen Grundsätzen orientieren? Die eingereichten Wahlunterlagen für eine Kandidatur, die nachweislich an einen Delegierten persönlich übergeben und zudem der Landesgeschäftsstelle zugeleitet wurden, fanden zwar den Weg in das Tagespräsidium – dort wurden sie allerdings der Versammlung durch das „Traum-Duo“ der Versammlungsleiter nicht präsentiert. Angeblich sei es an einer verfassungsfeindlichen Satzungsregelung, dass nämlich ausschliesslich nur ein anwesender Delegierter die Kandidaten formal „vorschlagen“ müsse, gemangelt. Demokratie in Reinkultur! Auch die – nach Wahlgesetz offene und für Kandidaten eigentlich frei zugängliche – Versammlung wurde von einem Sicherheitsdienst hermetisch abgeriegelt: Freier Zugang für parteilose Bewerber unmöglich. Ein klarer Demokratieverstoss! Das aber wird der Landeswahlleiter zu klären haben.

An beiden Wochenenden hätte man seine Zeit für sinnvollere Dinge verbringen können: Nicht nur die vermeintlichen „Kandidaten“ auf den – im Fall der Überschreitung der 5%-Hürde – aussichtsreichen ersten ca. 10 Listenplätzen standen bereits im Vorfeld fest, die gesamte Versammlung erinnerte an pure Realsatire. Zahlreiche Wahlgänge wiesen erneut „zu viele“ Stimmzettel auf, viele Wahlgänge platzten aufgrund der wenig überzeugenden „Kandidaten“. Am beliebtesten war der Kandidat „Nein gegen alle“, der beachtliche Ergebnisse erzielen konnte. Leider konnte man nur einige schlimme „Problemfälle“ verhindern – die von Abakus.News bereits vorgestellten Bewerber der „Kölner Mischpoke“ (https://abakusdotnews.wordpress.com/2021/10/19/afd-nrw-kolner-leistungstrager-im-fokus-teil-1-andreas-keith-volkmer/, https://abakusdotnews.wordpress.com/2021/10/21/afd-nrw-kolner-leistungstrager-im-fokus-teil-2-sven-tritschler/, https://abakusdotnews.wordpress.com/2021/10/22/afd-nrw-kolner-leistungstrager-im-fokus-teil-3-iris-dworeck-danielowski/) konnten befürchtungsgemäß allesamt einen möglichen Versorgungsplatz auf der „Reserveliste“ ergattern.

Abakus.News sprach mit den unter demokratischen Gesichtspunkten von der Versammlungsleitung ignorierten Bewerbern – einem AfD-Mitglied und zwei Parteilosen, zwei davon mit ausländischen Wurzeln – und publiziert nachfolgend die jeweiligen Kandidaturen sowie die Bewerbungsreden für die interessierte Öffentlichkeit zum Nachlesen, die uns dankenswerterweise zur Verfügung gestellt wurden. Persönliche Daten und Unterschriften haben wir geschwärzt. Sofern weitere Bewerber von der Kandidatur abgehalten wurden, können sich diese Bürger direkt mit uns über die Kontaktfunktion in Verbindung setzen (bitte Rückrufnummer angeben!).

Die vorliegenden Redebeiträgen wären sicherlich eine echte Bereicherung der weitestgehend trostlosen Versammlung gewesen. Die Unterlagen werden – verbunden mit einem Einspruch für die Zulassung der „Wahlliste“ – dem Landeswahlleiter überlassen. Alle Kandidaten behalten sich zudem auch Strafanzeigen sowie aufgrund der demokratiefeindlichen und ggf. sogar verfassungsfeindlichen Abläufe der „Wahlversammlung“ die Information des NRW-Innenministeriums vor.

Kandidatin 1: Joanna Spitkowskaya

Kandidatin 2: Violetta Avitabile

Kandidat 3: Thomas Matzke